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Selbermachen — 1x1 der Organisation

Ab einer größeren Zahl von Kindern, Vorlesern oder Bibliotheken, die an Ihrer Vorlese-Initiative mitwirken, kann es nötig werden, etwas mehr Struktur und Koordination in Ihre Arbeit zu bringen. Hier einige Tipps zum Thema „Organisation“:

 

Projektkoordination

Bereits nach kurzer Zeit können auch auf ein kleines Projekt Verwaltungsaufgaben zukommen. Informationsmaterial muss erstellt und verschickt werden. Es sind womöglich Spenden einzuwerben und gegebenenfalls auch abzurechnen. Und natürlich müssen auch die Vorlesestunden selbst organisiert werden. Es ist sicherlich sinnvoll, einen zentralen Ansprechpartner für Fragen innerhalb des Projekts, aber auch für die Außendarstellung zu benennen.

Irgendwann stellt sich dann vielleicht auch die Frage: Behält Ihr Engagement die lockere Form einer Vorlese-Initiative oder soll ein richtiger Verein gegründet werden? Als Vorlese-Initiative könnten Sie sich an bestehende personelle und finanzielle Strukturen eines größeren Trägers anhängen, beispielsweise als Unterprojekt einer Freiwilligenagentur. Möchten Sie selbständig bleiben, ist die Gründung eines gemeinnützigen Vereins etwa dann ratsam, wenn Sie Ihren Unterstützern Spendenquittungen ausstellen möchten oder sich um öffentliche Fördergelder bemühen wollen.

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Freiwillige vor!

Wenn Sie selbst begeistert von Ihrer Idee sind, wird es Ihnen leicht fallen, auch andere davon zu überzeugen. Mitstreiter lassen sich im Bekannten- und Verwandtenkreis finden, aber auch über Mundpropaganda, kleine Aufrufe in der lokalen Presse oder über die Vermittlung durch Freiwilligenagenturen.

Viele freiwillige Mitstreiter sind eine schöne Sache für jedes Vorlese-Projekt. Um Enttäuschungen oder Missverständnisse zu vermeiden, sollten Sie aber allen vorlese- und arbeitswilligen ehrenamtlichen Helfern in einem Gespräch die Anforderungen ihrer Aufgaben klarmachen. Bedenken Sie selbst auf der anderen Seite: Ehrenamtliches Engagement kostet Sie zwar kein Geld, aber es ist viel wert. Mit dem Angebot von Fortbildungen, regelmäßiger Betreuung oder auch durch eine gemeinsame Unternehmung aller Projektmitarbeiter motivieren und belohnen Sie Ihre Helfer.

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Fundraising

Allein die Herstellung von Infomaterial sowie Porto- und Telefongebühren übersteigen eventuell bald den Etat eines reinen Freiwilligenprojekts. Wenn Sie Aktivitäten rund um die Vorlesenachmittage anbieten wollen (z.B. Kinderfeste oder spezielle Lesungen), werden rasch einige zusätzliche Kosten entstehen. Die Lösung: Suchen Sie Spender, Sponsoren und andere Förderer.

Fundraising, das Beschaffen von Mitteln für gemeinwohlorientierte Zwecke, umfasst neben Geld- und Sachspenden (Buchgeschenken, einem ausgemusterten Sofa, Essen für ein Vorlese-Fest) auch Sachleistungen, die unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden, z.B. kostenlose Beratungen oder Fortbildungen. Fundraising kann aus einzelnen, gezielt durchgeführten Aktionen zu bestimmten Anlässen bestehen — einer Tombola auf dem Markt oder einem Fundraising-Dinner etwa. Genauso wichtig jedoch sind der Aufbau und die Pflege der guten Beziehungen zu Spendern über einen längeren Zeitraum. Als gemeinnütziger Verein könnte Ihr Vorlese-Projekt auch Spendenquittungen ausstellen.

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Öffentlichkeitsarbeit

Die Notwendigkeit von Öffentlichkeitsarbeit hängt von der Größe einer Vorlese-Initiative ab. Kleine Projekte können schon mit Mundpropaganda viel erreichen. Wer die Öffentlichkeitsarbeit übernimmt, hängt von der personellen Struktur jeder einzelnen Initiative ab. Diese Position kann man zum Beispiel an Mitstreiter vergeben, die sich nicht zum Vorleser geboren fühlen, aber ein Händchen für gutes Texten besitzen und geschickt im Organisieren sind.

Meist geht es vor allem um zwei große Zielgruppen: Angesprochen werden sollen zum einen die unmittelbar an den Vorlesenachmittagen Beteiligten, also Kinder, Eltern und freiwillige Vorleser. Zum anderen können Sie die lokale Presse, aber auch Sponsoren und Spender auf Ihr Projekt aufmerksam machen. Aktionsmöglichkeiten reichen von persönlichen Gesprächen mit Eltern oder Erziehern über das Verteilen von Faltblättern und Plakaten bis hin zum Versand einer Pressemitteilung oder Veranstaltungen wie einem „Vorlese-Tag der offenen Tür“.

Weitere ausführliche Informationen zum Thema „Organisation“ enthält das Handbuch „Abenteuer Vorlesen. Ein Wegweiser für Initiativen“.

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