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Lesekoffer auf der Leipziger Buchmesse
Drei Vorleseinitiativen werden ausgezeichnet

Leipzig, 17. März 2005. Während sich Verlage, Buchhandlungen und Hörspielproduzenten wieder einmal auf der Leipziger Buchmesse versammeln, um neuere und neueste Literatur an den Mann und die Frau zu bringen, werden am Stand von „Deutschland liest vor“ die Lesekoffer des Monates Januar, Februar und März verliehen. Mit diesem Geschenk bedankt sich der Verein deutschlandweit monatlich bei besonders engagierten Initiativen, die sich um das Vorlesen für Kinder verdient gemacht haben. Folgende Initiativen werden ausgezeichnet: „Deutschland liest vor – Magdeburg liest mit“; „Leseclub Lesezeichen“ aus Waldershof und „Lesefest Eltville“ in Hessen.

Das Projekt „Deutschland liest vor – Magdeburg liest mit“ wurde von der Leiterin der Arbeitsgruppe „Dialog der Generationen“ der Seniorenvertretung Magdeburg e.V., Edeltraut Schochert, ins Leben gerufen. Sie erfuhr schon im Oktober 2003 von der Kampagne und hat bis heute 22 Senioren dazu animieren können, insgesamt 28 Kindern regelmäßig vorzulesen. Vorleseorte sind zwei Stadtteilbibliotheken und vier Kindergärten. Kinder, die zehn Mal teilgenommen haben, werden mit einem Vorlesepass ausgezeichnet.

Die bayerische Leseinitiative „Leseclub Lesezeichen“ ist seit 2001 aktiv. Dort liest Petra Krippner einmal wöchentlich Kindern in der Volksschule Waldershof vor. Anlässlich des 200. Geburtstages von Hans Christian Andersen in diesem Jahr betreibt der Leseclub Märchenforschung und schreibt sogar selbst Märchen. Die Kinder führen ein Lesetagebuch und dokumentieren so ihre persönlichen Eindrücke und Lesefortschritte.

„Wer liest, lernt zu denken, lernt, sich in andere Menschen und Welten hineinzuversetzen und lernt vor allem die Freiheit kennen, die Welt der Geschichten beliebig zu betreten und zu verlassen“, erklärt Sabine Stemmler, die das „Lesefest Eltville“ seit 2002 ehrenamtlich organisiert. Zwölf Tage lang lesen Bürger und Prominente aus Eltville Kindern vor, um ihnen den Spaß am Lesen zu vermitteln. Vorleseorte sind sowohl das Kloster Eberbach und die Kurfürstliche Burg als auch Schulen und Kindergärten. Nach dem Lesefest geht es einmal wöchentlich in der Eltviller Bücherei mit dem Vorlesen weiter.

Handgefertigt und handverlesen: Ein Koffer voller Bücher
„Wer vorlesen will, braucht Bücher. Die Vorleseinitiativen, die die Idee der Kampagne „Deutschland liest vor“ weiter tragen und sich uns anschließen, können sich monatlich um einen unserer handgefertigten Lesekoffer bewerben,“ erklärt Sonya Landoulsi, Geschäftsstellenleiterin des Vereins, die die Verleihung auf der Leipziger Buchmesse vornimmt. Seit Beginn der Kampagne, die im Oktober 2003 unter der Schirmherrschaft von Doris Schröder-Köpf startete, wurden 14 Initiativen mit dem Lesekoffer ausgezeichnet. Er enthält eine Auswahl klassischer und moderner Kinder- und Jugendliteratur und ist ein Zeichen besonderer Anerkennung für das Engagement Freiwilliger im Bereich der Leseförderung.


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