
Presse — Pressetexte
Ein Koffer voller Bücher für LeseLust Berlin
Berlin, 17. August 2005. In der Bibliothek der Havelland-Grundschule Berlin-Schöneberg übergibt der Verein Deutschland liest vor heute der Vorleseinitiative LeseLust Berlin einen Koffer voller Bücher. Mit diesem Geschenk bedankt sich der Verein deutschlandweit monatlich bei besonders engagierten Initiativen, die sich um das Vorlesen für Kinder verdient gemacht haben. Dr. Helena Stadler, Leiterin der Geschäftsstelle der Bürgerstiftung Berlin, wird den Lesekoffer im Namen aller VorleserInnen in Empfang nehmen. Außerdem werden Schulleiterin Beate Schwanke und Dieter Hapel, Stadtrat für Schule, Bildung und Kultur anwesend sein.
Zusammen mit der Lenau-Grundschule (Berlin-Kreuzberg) wurde die LeseLust Berlin ursprünglich im Januar 2004 von der Bürgerstiftung Berlin ins Leben gerufen. Mit inzwischen 140 Vorlesern und Vorleserinnen, die ehrenamtlich während und nach dem Schulunterricht an sechs Berliner Grundschulen regelmäßig den Kindern vorlesen und Lesehilfe leisten, gehört die LeseLust zu den ersten und engagiertesten Leseinitiativen der Kampagne Deutschland liest vor. Über 70 Prozent der Kinder sind Migrantenkinder, ein Teil der Zielgruppe also, die mit der Kampagne und dem Projekt erreicht werden soll. „Wir sind glücklich, dass wir so viele Vorlesepaten für die Leseförderung gewinnen konnten, die besonders für Kinder wichtig ist, die sonst wenig mit Büchern in Berührung kommen“ freut sich Dr. Helena Stadler. Maßgebliche Unterstützung findet die LeseLust Berlin vor allem durch engagierte private Sponsoren und durch die Levy-Strauß-Foundation (Kalifornien), die bis 2006 Fördermittel für die Weiterbildung der ehrenamtlichen Vorleser zur Verfügung stellt.
Handgefertigt und handverlesen: Ein Koffer voller Bücher
„Wer vorlesen will, braucht Bücher. Die Vorleseinitiativen, die die Idee der Kampagne Deutschland liest vor weiter tragen und sich uns anschließen, können sich monatlich um einen unserer handgefertigten Lesekoffer bewerben,“ erklärt Charlotte v. Kielmansegg, Presse-sprecherin des Vereins, die die Preisverleihung in Berlin vornimmt.
„Da Kindern aus bildungsfernen Familien der Bezug zum Buch häufig fehlt, und diese oft erst in der Schule das erste Mal ein Buch in der Hand haben, ist es nötig, die seit Jahren verwaisten Schulbibliotheken wieder aufzustocken mit Bilderbüchern und Büchern für die ersten Klassen“.
Seit Beginn der Kampagne, die im Oktober 2003 unter der Schirmherrschaft von Doris Schröder-Köpf startete, wurden bisher 19 Initiativen mit dem Lesekoffer ausgezeichnet. Er enthält eine Auswahl klassischer und moderner Kinder- und Jugendliteratur und ist ein Zeichen besonderer Anerkennung für das Engagement Freiwilliger im Bereich der Leseförderung.