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Ein Koffer voller Bücher für Auricher Vorleseinitiative
Aurich, 27. Mai 2005. In den Räumen des Auricher Kindergartens „Pinguin“ übergibt der Verein Deutschland liest vor heute der Vorleseinitiative „Lesen auf der Kinderstation“ einen Koffer voller Bücher. Mit diesem Geschenk bedankt sich der Verein deutschlandweit monatlich bei besonders engagierten Initiativen, die sich um das Vorlesen für Kinder verdient gemacht haben.
Seit September 2004 liest die Gründerin Heidrun Weber einmal wöchentlich zusammen mit vier anderen ehrenamtlichen Vorleserinnen auf der Kinderstation des Kreiskrankenhauses in Aurich vor. Dafür nutzt die gelernte Buchhändlerin die spezielle Form des „Bilderbuchkinos“, bei dem per Diaprojektor die Bilder an die Wand geworfen werden. So können alle bettlägerigen Kinder gleichzeitig die zur Geschichte gehörigen Bilder betrachten. Seit knapp zehn Jahren engagiert sich Heidrun Weber im Bereich der Leseförderung. So findet im September diesen Jahres zum dritten Mal die von ihr ins Leben gerufene Auricher Kinderbuchmesse statt, bei der über 1000 privat gesammelte Kinder- und Jugendbücher der Öffentlichkeit zum Stöbern, Staunen, Lesen und Vorlesen zur Verfügung gestellt werden.
„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung“, bedankt sich Heidrun Weber, die zusammen mit Doris Gießenberg, Leiterin des Pinguin Kindergartens, den Bücherkoffer in Empfang nimmt. Seit 2000 gestaltet die engagierte Vorleserin außerdem mit zwei weiteren Mitstreiterinnen eigenverantwortlich das zweiwöchentlich gesendete „Literarische Kabinett“ im Radio Ostfriesland und Radio Oldenburg. „Dieses außergewöhnliche Engagement verdient unseren Bücherkoffer“, erklärt Sonya Landoulsi, Leiterin der Geschäftsstelle von „Deutschland liest vor“, die den Koffer übergibt.
Handgefertigt und handverlesen: Ein Koffer voller Bücher
„Wer vorlesen will, braucht Bücher. Die Vorleseinitiativen, die die Idee der Kampagne „Deutschland liest vor“ weiter tragen und sich uns anschließen, können sich monatlich um einen unserer handgefertigten Lesekoffer bewerben,“ erklärt Sonya Landoulsi weiter.